Im Jahr 2025 war der Schweizer Automarkt geprägt von neuen Trends und Entwicklungen. Mit Studien, Analysen und Marktbeobachtungen gewann AutoScout24 ein umfassendes Bild über das, was die Schweiz auf den Strassen bewegt. Der folgende Rückblick zeigt die wichtigsten Erkenntnisse des Jahres: datenbasiert, faktenorientiert und praxisnah.
Bereits im Januar deutete sich an, dass 2025 ein Jahr der Umbrüche werden würde. Matthias Bischof, Director Business Customer, erwartete ein Überangebot an Gebrauchtwagen – unter anderem aufgrund der Senkung der CO2-Zielwerte von 118 auf 93,6 g/km. Händler:innen und Importeure würden dadurch mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkaufen, während auf dem Gebrauchtwagenmarkt sinkende Preise prognostiziert wurden. Der erste Quartalsrückblick bestätigte diese Annahme: Die Anzahl der Inserate stieg sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtwagen an, und vor allem Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien wurden zunehmend häufiger auf AutoScout24 angeboten. Auch im Halbjahresrückblick setzte sich dieser Trend fort. Im dritten Quartal legten Angebot und Nachfrage bei Neuwagen spürbar zu, während sie bei Gebrauchtwagen im Vergleich zum Vorquartal leicht zurückgingen. Besonders Fahrzeuge mit alternativen Antrieben führten das Wachstum an, wobei neue Plug-in-Hybride im Jahresvergleich einen Inseratezuwachs von über vierzig Prozent verzeichneten.
Wie die Schweiz Elektromobilität wahrnimmt
Im Februar widmete sich AutoScout24 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov der Frage, wie die Schweizer Bevölkerung zur Elektromobilität steht. Die Resultate zeigten deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während über die Hälfte der Männer angab, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Elektroauto kaufen zu wollen, traf dies nur auf knapp ein Drittel der Frauen zu. Besonders überraschend war die klare Präferenz der jüngeren Generation für Benzinmotoren. Trotz einer intensiven öffentlichen Debatte über Elektromobilität bevorzugten viele der befragten jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren weiterhin traditionelle Antriebe. Auch der Wohnort spielte eine Rolle: Hausbesitzer:innen zeigten sich deutlich interessierter an elektrischen Fahrzeugen als Personen, die in Wohnungen leben. Gleichzeitig blieben die Herausforderungen der Elektromobilität präsent. Die eingeschränkte Reichweite, die Entsorgung der Batterien, hohe Anschaffungskosten und die unzureichende Ladeinfrastruktur waren für viele Befragte zentrale Hindernisse.
Nachhaltigkeit zwischen Anspruch und Realität
Im Sommer folgte eine AutoScout24-Umfrage, die die Kluft zwischen ökologischem Anspruch und tatsächlichem Verhalten sichtbar machte. Inmitten der politischen Diskussion um eine mögliche schweizweite SUV-Steuer wollte AutoScout24 wissen, wie die Bevölkerung dazu steht. Die Mehrheit der Befragten sprach sich klar gegen die Steuer aus. Besonders auffällig war, dass viele Personen trotz anhaltender Nachhaltigkeitsdebatten auch beim nächsten Fahrzeugkauf weiterhin einen SUV wählen würden. Gründe wie Platz, Sicherheit und Komfort hatten für die Befragten mehr Gewicht als ökologische Überlegungen, was einmal mehr zeigte, wie stark Emotionen und Alltagstauglichkeit die Kaufentscheide beeinflussen.
SUVs, Status und starke Emotionen
Eine weitere YouGov-Umfrage im Auftrag von AutoScout24 widmete sich dem Thema Sportwagen. Die Ergebnisse machten deutlich, dass in der Vorstellung vieler Schweizer:innen die grossen, legendären Marken das Bild dominieren. Ferrari und Porsche stehen an der Spitze, gefolgt von Lamborghini, BMW M, Audi RS und Mercedes-AMG. Trotz dieser starken Markenbilder blieb das Interesse am Besitz eines Sportwagens moderat. Die Mehrheit zeigte kein konkretes Interesse, wenngleich ein kleinerer Teil schon ernsthaft über einen Kauf nachgedacht hatte. Auffällig hoch war der Traum bei jungen Erwachsenen.
Chinesische Marken im Aufwind
Mit dem zunehmenden Fokus auf Elektromobilität rückten chinesische Automarken stärker in den Fokus. Bereits im März registrierte AutoScout24 eine deutliche Zunahme der Suchanfragen nach BYD, die sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht hatten. Eine repräsentative Umfrage des TX Online Panels im September zeigte, dass sich rund vierzig Prozent der Befragten grundsätzlich vorstellen konnten, ein chinesisches Auto zu kaufen, insbesondere wegen des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses. Gleichzeitig blieb eine gewisse Zurückhaltung spürbar. Bei der Wahl zwischen zwei gleich ausgestatteten Fahrzeugen würden sich die meisten für ein europäisches Modell entscheiden, während chinesische Automarken erstmals die US-Marken überholten.
Viel Potenzial bei Elektrifizierung von Flotten
Im Oktober rückte AutoScout24 gemeinsam mit YouGov das Thema Firmenflotten in den Fokus. Die Studie zeigte, dass die Elektrifizierung in Schweizer Unternehmen erst am Anfang steht. Nur ein kleiner Teil der Firmenwagen fährt heute elektrisch, und nur wenige Unternehmen verfügen über interne Regelungen, ausschliesslich Elektrofahrzeuge anzuschaffen. Im Vergleich dazu ist bei der SMG Swiss Marketplace Group, zu der auch AutoScout24 gehört, bereits 82 % der Flotte elektrifiziert. Bis 2028 soll die gesamte Firmenflotte elektrisch unterwegs sein.
„Die Studie zeigt, dass die Elektrifizierung bei Schweizer Firmenflotten Luft nach oben hat. „Für Händler:innen bietet diese Lücke eine Chance, ihre Kundschaft bei dieser Transformation zu begleiten“, sagt Alberto Sanz de Lama, Managing Director AutoScout24 der SMG Swiss Marketplace Group.
The Night als Qualitätssiegel
Wie wichtig Engagement, Qualität und Innovationskraft im Automobilmarkt sind, zeigte sich bei der feierlichen Verleihung der AutoScout24 und MotoScout24 Awards im November. Die Veranstaltung würdigte Garagisten, die im vergangenen Jahr durch aussergewöhnliche Leistungen neue Massstäbe gesetzt hatten. Die prämierten Händler:innen wurden als Vorbilder einer Branche ausgezeichnet, die sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die hohe Beteiligung und das positive Feedback machten deutlich, welche Bedeutung die Awards inzwischen als Qualitätssiegel gewonnen haben.
Orientierung trotz Wandel
AutoScout24 versteht sich als starker Partner für Händler:innen und als verlässliche Informationsquelle für Privatpersonen. In einem Markt, der sich zwischen traditionellem Handwerk und einem zunehmend datengetriebenen Umfeld bewegt, schaffen Studien, Analysen und praxisnahen Inhalte wertvolle Orientierung. Auch 2026 wird AutoScout24 Kund:innen und Händler:innen mit fundierten Einblicken, verständlichen Ratgebern und datenbasierten Empfehlungen begleiten – und sie sicher durch digitale Kauf- und Verkaufsprozesse führen.




