Cybersicherheit als Innovationstreiber: SMG fördert den Austausch für mehr Schutz im digitalen Raum

Cyberkriminalität nimmt weiter zu und prägt auch in der Schweiz den digitalen Alltag von Millionen Nutzer:innen. Um konkrete Ansätze gegen Betrug, Identitätsmissbrauch und Phishing zu diskutieren, hat die SMG Swiss Marketplace Group Vertreter:innen aus Behörden, Prävention, Wirtschaft und Fachorganisationen zum ersten SMG Cybersecurity Day eingeladen. Auf dem Programm standen Einblicke in die Sicherheitsarbeit der SMG, ein Lagebild des Bundes sowie eine moderierte Paneldiskussion.

Mit dem erstmals durchgeführten SMG Cybersecurity Day in der vergangenen Woche fördert die SMG Swiss Marketplace Group den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Behörden. Ziel des Anlasses war es, Erkenntnisse zu teilen, Herausforderungen offen zu diskutieren und gemeinsam Massnahmen gegen Cyberkriminalität weiterzuentwickeln. Den Auftakt machte Christoph Tonini, CEO der SMG. Er betonte, dass Vertrauen die Grundlage digitaler Marktplätze sei und die Sicherheit dafür laufend gestärkt werden muss. Cybersicherheit sei zugleich Voraussetzung für Innovation, weil sie die Basis schafft, um neue Lösungen verantwortungsvoll und zukunftsfähig umzusetzen.

Praxiseinblicke der SMG zum Schutz der Online-Marktplätze
Das SMG Group Security, Safety and Trust Team gab Einblick in das Zusammenspiel von Technologie, Prozessen und Prävention beim Schutz der Online-Marktplätze. Group CISO/CSO Mostafa Hassanin machte deutlich, dass Cybersicherheit Chefsache ist. Entscheidend sei nicht die Höhe von Investitionen, sondern maximale, risikobasierte und klar priorisierte Schutzwirkung an den richtigen Stellen. Egal wie viel investiert werde: Es gebe keinen Endzustand. Angreifer entwickeln sich ständig weiter, und man müsse kontinuierlich besser werden. Thematisiert wurde auch die doppelte Rolle von Künstlicher Intelligenz. Angriffe würden skalierbarer; gleichzeitig könne KI Sicherheitsteams entlasten und die Erkennung unterstützen, sofern sie verantwortungsvoll in Prozesse eingebettet wird. In einem zweiten Beitrag stand die digitale Identität im Fokus. Anhand von Beispielen wurde gezeigt, wie Identitäten und Zugänge auf den Plattformen der SMG phishing-sicherer und kontextabhängig geschützt werden, um Kontoübernahmen und Betrugsversuche zu reduzieren, etwa durch passwortlose Anmeldungen und Registrierungen.

Lagebild aus Sicht des Bundes
Einen Blick auf die aktuelle Bedrohungslage gab Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS). Er ordnete Cybersicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ein. Mit der zunehmenden Digitalisierung verlagere sich auch Kriminalität in den digitalen Raum. Angriffe, Abhängigkeiten von Infrastrukturen sowie steigende Sicherheitskosten beträfen nicht nur einzelne Organisationen, sondern die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und lokalen Institutionen. Als weiteren Hebel nannte Schütz Investitionen in Produktsicherheit und hohe Mindeststandards.

Perspektiven aus Behörden, Prävention und Wirtschaft
In der anschliessenden Paneldiskussion diskutierten Florian Schütz, Fabian Ilg (Geschäftsleiter Schweizerische Kriminalprävention), Mostafa Hassanin und Jessica List (Chief Corporate Officer SMG) zentrale Fragen rund um Cybersicherheit und welche Rollen Wirtschaft, Behörden, Präventionsakteure sowie Medien dabei übernehmen können. Als gemeinsamer Nenner wurde gefunden: Reaktion allein reicht nicht – Prävention muss früher ansetzen. Gleichzeitig bleiben Strafverfolgung und eine professionelle Bewältigung von Vorfällen entscheidend.

Betont wurden auch Aufklärung und Verständlichkeit: Cyberangriffe seien oft nicht deshalb erfolgreich, weil sie technisch besonders komplex seien, sondern weil Risiken, verstärkt durch zunehmende KI-gestützte Social-Engineering-Methoden, im digitalen Alltag falsch eingeschätzt werden. Medien wurden als wichtiger Multiplikator für Einordnung, alltagstaugliche Schutz-Tipps und verlässliche Expert:innenstimmen genannt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Cybersicherheit kontinuierliche Arbeit verlangt. Der Schutz digitaler Plattformen sei ein laufender Prozess und erfordere eine Balance zwischen Nutzererlebnis, Datenschutz und Sicherheitsmassnahmen.

Mostafa Hassanin fasst zusammen: “Cyberkriminalität ist ein lukratives Geschäftsmodell, solange der Ertrag hoch und das Risiko niedrig ist. Daher ist Prävention entscheidend. Wir müssen Angriffe früher erkennen, Monetarisierung erschweren und Menschen so sensibilisieren, dass sie Warnsignale schneller erkennen und richtig reagieren. Genau daran arbeiten wir bei der SMG tagtäglich.“

Die SMG baut die Schutzmechanismen auf ihren Online-Marktplätzen weiter durch Verbesserungen in Technik, Prozessen und Aufklärung aus. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Behörden und Präventionspartnern vertieft werden, um Cyberrisiken noch wirksamer einzudämmen.

Roswitha Brunner

Head Corporate Communication & Public Affairs

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