Insbesondere in den Städten starten Angebotsmieten verhalten ins neue Immobilien-Jahr

Während die Angebotsmieten im nationalen Durchschnitt auch im Januar 2026 erneut leicht zugelegt haben, zeigt sich auf kantonaler und städtischer Ebene ein ungewohnt differenziertes Bild. Nur in der Stadt Zürich konnten die angebotenen Mieten leicht zulegen, alle anderen untersuchten Städte und die Hälfte der Kantone starteten jeweils mit Abschlägen ins neue Immobilien-Jahr. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Homegate-Mietindex.

Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat ist der Index im Januar 2026 um 0.2 Punkte gestiegen und steht nun bei 132.4 Punkten (plus 0.2 %). Gegenüber dem Vorjahr konnten die Angebotsmieten schweizweit um 2.2 % zulegen.

Veränderung in den Kantonen
Zum Jahresauftakt sind die Angebotsmieten in ungewöhnlich vielen Kantonen rückläufig. Dies allen voran in Nidwalden (minus 2.7 %) und Schwyz (minus 2 %), insgesamt wies aber genau die Hälfte der Kantone eine negative Entwicklung aus, wenngleich der nationale Schnitt gegenüber Dezember 2025 leicht zulegte. Zudem zeigt sich: Bei den Kantonen mit den prozentual grössten Rückgängen im Januar folgten diese auf eine Zeit (ein bis drei Monate) von zuvor starken Zunahmen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es die Kantone Graubünden (plus 7.7 %), Glarus (plus 6.4 %) und das Wallis (plus 6.2 %), in denen die Angebotsmieten am stärksten zugelegt haben, Kantone mit rückläufigen Preisen lassen sich indes nicht ausmachen.

Veränderung in den Städten
Auffallend häufig zeigen sich rückläufige Angebotsmieten auch bei den untersuchten Städten. Nur gerade in Zürich (plus 0.5 %) konnten sie im Januar zulegen, alle weiteren Städte weisen gleichbleibende oder gesunkene Werte auf. Besonders markant ist dies in Genf (minus 1.2 %) und in Lugano (minus 1.0 %) der Fall. Aber auch auf dieser Ebene bleibt der positive Trend bei den inserierten Preisen bestehen; im Vorjahresvergleich sind die Angebotsmieten in allen Städten gestiegen, insbesondere – und trotz zeitweisem Rückgang – in Lugano (plus 7.6 %) und Luzern (plus 3.8 %).

Methode der Qualitätsbereinigung
Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

Medienkontakt

Fabian Korn

Senior Communications Manager

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