Im Juni konnten die Angebotsmieten gegenüber dem Vormonat um 0.2 Prozent zulegen. Während in Luzern sowohl die kantonalen als auch die städtischen Angebotsmieten deutliche Zuwächse verzeichnen, verläuft der Trend insbesondere in Genf in die entgegengesetzte Richtung. Auch mit Blick auf weitere Städte zeigt sich ein gemischtes Bild. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Homegate-Mietindex.
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat ist der Index im Juni um 0.3 Punkte gestiegen und steht nun bei 130.8 Punkten (plus 0.2 %). Gegenüber dem Vorjahr konnten die Angebotsmieten schweizweit um 1.8 % zulegen.
Veränderung in den Kantonen
Mit Blick auf die Kantone zeigen sich im Juni insbesondere zwei deutliche Ausschläge nach oben bei den Angebotsmieten: Schwyz (plus 3.7 %) und Luzern (plus 2.2 %). Während andere Kantone in der Region gegenüber dem Vormonat teilweise leicht rückläufige Angebotsmieten aufweisen, kann im Jahresvergleich durchaus von einem Zentralschweizer Effekt gesprochen werden. So haben gerade die hiesigen Kantone, mit Ausnahme von Obwalden (plus 0.4 %), gegenüber Juni 2024 deutlich zugelegt: Schwyz plus 8.4 %, Nidwalden plus 7.4 %, Zug plus 5.8 %, Uri plus 4.2 % sowie Luzern plus 4.1 %. Rückläufig waren die Angebotsmieten im Juni hingegen primär im Appenzell (die Appenzeller Kantone werden zusammengefasst, minus 0.9 %) und Genf (minus 0.5), wobei Genf als einziger Kanton auch gegenüber dem Vorjahr eine negative Entwicklung aufweist (minus 0.6 &). Damit zeichnet sich hier ein mehrmonatiger Trend von tendenziell sinkenden Angebotsmieten ab.
Veränderung in den Städten
Bei den untersuchten Städten zeigen sich um Juni zwei klare Lager: in Luzern (plus 2.2 %), Basel (plus 0.7%), St. Gallen (plus 0.4 %) und Lugano (plus 0.3 %) steigen die Angebotsmieten, in Bern (minus 1.0 %), Genf (minus 0.9 %), Zürich (minus 0.6 %) und Lausanne (minus 0.2 %) sinken sie. Analog zu den Kantonen bleibt der Jahrestrend bei den urban ausgeschriebenen Mieten mit Ausnahme von Genf (minus 1.9 %) jedoch positiv, allen voran in Luzern (plus 5.0 %) und Zürich (plus 3.5 %). Damit dürften in Luzern und Genf insbesondere die Hauptstädte für die jeweils kantonale Entwicklung verantwortlich sein.
Methode der Qualitätsbereinigung
Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.
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Fabian Korn
Senior Communications Manager

