Im Juli zeigt sich bei der Entwicklung der Angebotsmieten ein ungewöhnliches Bild: über die Hälfte der Kantone weisen einen negativen Trend auf, teilweise deutlich. Dasselbe gilt für die untersuchten Städte. In der Summe ergibt sich für den nationalen Schnitt jedoch ein gleichbleibender Wert für den Monat Juli, während die ausgeschriebenen Mieten im Jahresvergleich weiterhin zulegen. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Homegate-Mietindex.
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat bleibt der Index im Juli 2026 unverändert und steht weiterhin bei 134 Punkten. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Angebotsmieten schweizweit um 2.4 % zulegen.
Veränderung in den Kantonen
In 15 Kantonen sinkt die Angebotsmiete im Juli. Dies ist ein vergleichsweise hoher Anteil, denn in der Regel ist das Gegenteil mit primär steigenden Angebotsmieten der Fall. Am stärksten zurückgegangen sind die ausgeschriebenen Mieten dabei in Nidwalden (minus 4.0 %), gefolgt von Schwyz (minus 1.9 %) sowie Genf und Uri (je minus 1.5 %). Das deutliche Minus in Nidwalden ist auf eine mehrfache Erhöhung in den letzten Monaten zurückzuführen, was sich nun scheinbar korrigiert hat. Generell zeigt sich dabei für die Zentralschweiz ein übergreifend rückläufiger Trend. Aber auch in Zürich sinkt der Wert um 0.4 %. Zugelegt haben die Angebotsmieten hingegen allen voran in St. Gallen (plus 0.7 %) und im Tessin (plus 0.6 %). All dies vermag die Jahresentwicklung jedoch nicht zu kippen, bei der gegenüber Juli 2025 weiterhin alle Kantone einen Anstieg verzeichnen – insbesondere in Graubünden (plus 7.1 %), Zug (plus 5.0 %) und Luzern (plus 4.2 %). Aber auch die weiteren Kantone der Zentralschweiz verzeichnen allesamt eine überdurchschnittliche Mietpreisentwicklung, ungeachtet der Bewegungen im Juli 2026.
Veränderung in den Städten
Als einzige der untersuchten Städte steigen die Angebotsmieten im Juli in Lugano an – dies allerdings gleich um 1.9 % und damit deutlich stärker als im Gesamtkanton Tessin. Das umgekehrte Bild zeigt sich indes in Luzern: Hier sinken die ausgeschriebenen Mieten in der Stadt um 2.4 %, womit der Rückgang doppelt so stark ausfällt wie im Kanton (minus 1.2 %). Die positive Entwicklung in Lugano setzt sich mit einem Plus von 6.3 % auch im Jahresvergleich fort. Analog zu den Kantonen weisen aber auch alle weiteren untersuchten Städte eine positive Bilanz gegenüber dem Vorjahr auf.
Methode der Qualitätsbereinigung
Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt für Immobilienprofis als Referenzquelle für die Preisbestimmung von Mietobjekten.
Medienkontakt

Fabian Korn
Senior Communications Manager

