Im August sind die Angebotsmieten in der Schweiz nicht nur im nationalen Durchschnitt gesunken, sondern auch in der Mehrheit der Kantone. Konkret weisen 21 von 26 Kantonen gegenüber dem Vormonat tiefere Werte aus. Ungeachtet dessen liegen die Angebotsmieten auf nationaler Ebene sowie in allen Kantonen höher als noch vor einem Jahr. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Homegate-Mietindex.
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat ist der Index im August 2026 um 0.4 Punkte gesunken und steht nun bei 133.6 Punkten (minus 0.3 %). Gegenüber dem Vorjahr liegen die Angebotsmieten schweizweit weiterhin um 1.8 % höher.
Veränderung in den Kantonen
Die Angebotsmieten sind im August in 21 von 26 Kantonen mehrheitlich leicht gesunken. Dies, nachdem die nationalen Angebotsmieten in den letzten Monaten gestiegen oder konstant geblieben waren. Am stärksten gingen die ausgeschriebenen Mieten im Kanton Zug zurück (minus 3.0 %), gefolgt von Graubünden (minus 2.3 %) und Basel-Stadt (minus 1.4 %). Zulegen konnten die Angebotsmieten hingegen in fünf Kantonen; allen voran in Genf (plus 0.7 %), gefolgt vom Aargau (plus 0.3 %) und Solothurn (plus 0.2 %). Dieser zeitweise Rückgang ändert jedoch nichts am Umstand, dass die Angebotsmieten im Vorjahresvergleich weiterhin in allen Kantonen gestiegen sind. Die deutlichsten Zunahmen verzeichnen dabei Graubünden und Luzern (je plus 4.6 %), Appenzell (plus 3.1 %; die Appenzeller Kantone werden zusammengefasst) sowie Glarus (plus 3.0 %).
Veränderung in den Städten
Auch bei den untersuchten Städten überwiegen im August die Rückgänge. Insbesondere sinken die Angebotsmieten in St. Gallen (minus 1.7 %) und Basel (minus 1.6 %). In Lugano gehen sie um 1.1 % zurück, in Zürich um 1.0 %. Demgegenüber steigen die ausgeschriebenen Mieten in Lausanne (plus 1.0 %) und Luzern (plus 0.8 %). Auch in Genf zeigt sich ein leichter Anstieg von 0.3 %. Im Vorjahresvergleich fällt Luzern mit einem Plus von 6.9 % weiterhin besonders auf. Auch Lugano (plus 3.3 %) und Lausanne (plus 3.1 %) liegen im August klar über ihren Vorjahreswerten. In St. Gallen hingegen liegen die Angebotsmieten als einzige der untersuchten Städte unter dem Niveau des Vorjahres (minus 1.2 %).
Methode der Qualitätsbereinigung
Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt für Immobilienprofis als Referenzquelle für die Preisbestimmung von Mietobjekten.
Medienkontakt

Fabian Korn
Senior Communications Manager

