Während der pandemie-bedingte Velo- und E-Bike-Boom in der Schweiz seit rund zwei Jahren wieder abflacht, zeigt sich auf Ricardo ein anderer Trend auf zwei Rädern: Das traditionelle «Töffli» erfreut sich auf dem Online-Marktplatz einer stark wachsenden Beliebtheit. In der Mofa-Kategorie von Ricardo sind die erfolgreichen Verkäufe von 2023 auf 2024 um 44 Prozent gewachsen. Insbesondere im Kanton St. Gallen haben sich in diesem Zeitraum die Mofa-Verkäufe fast verdreifacht. Am häufigsten werden auf Ricardo aktuell die Modelle von Puch verkauft, gefolgt von Piaggio und Sachs.
Zug, 8. Juli 2025 – Eine Analyse der Entwicklung von verschiedenen Zweirad-Kategorien auf dem Online-Marktplatzes Ricardo zeigt: Bei den Velo- und E-Bike-Kategorien der Secondhand-Plattform flacht der im Jahr 2020 durch die Pandemie ausgelöste Boom seit rund zwei Jahren wieder etwas ab. Bei den schweizweiten Verkäufen von neuen Velos und E-Bikes verzeichnet der Verband Velosuisse seit 2023 sogar einen regelrechten Einbruch der Zahlen. Während kleinere E-Roller in grösseren Städten zwar zunehmend im Einsatz sind, verläuft die schweizweite Entwicklung der E-Mobilität bei Motorrädern jedoch nur zögerlich, wie eine kürzlich von MotoScout24 veröffentlichte Analyse zeigt. Dem abflachenden Bike-Boom und dem zögerlichen Durchsetzen von elektrisch betriebenen Motorrädern zum Trotz verzeichnet eine Zweirad-Kategorie ein kontinuierliches und im Jahr 2024 mit 44 Prozent sogar ein sprunghaftes Wachstum in Bezug auf erfolgreich verkaufte Artikel: das traditionelle Mofa.
Ein Schweizer Kultobjekt erlebt ein Revival: 11’646 verkaufte Töffli im 2024
Das Mofa gilt als Schweizer Kultobjekt und hatte seinen Höhepunkt in den 70er- und 80er-Jahren, bevor die Helmpflicht dem Zweitaktmotor-Boom ein Ende machte. Der Schweizer Töffli-Kult ist jedoch nie ganz verebbt und erlebt in den letzten rund 10 Jahren sogar ein Revival: Wurden über den Online-Marktplatz Ricardo 2019 noch 2’879 Töffli verkauft, waren es im Jahr 2020 mit 6’000 verkauften Artikel mehr als das Doppelte. Von 2023 auf 2024 ist die Nachfrage um 44 Prozent von 8’208 auf 11’646 verkaufte Mofas gewachsen. Und der Trend hält an: Im ersten Halbjahr 2025 wurden bereits 5’600 Artikel in der Mofa-Kategorie versteigert oder verkauft. Aktuell sind auf Ricardo 3’075 Mofa-Artikel online im Angebot – vom Puch Maxi in allen Einzelteilen «für Bastler» bis zum komplett neu aufgesetzten Piaggio Ciao. Da in der Schweiz kaum noch neue Mofas hergestellt werden, finden sich auf Ricardo fast ausschliesslich Secondhand-Artikel für alle Liebhaber vom Tüfteln, Basteln und Frisieren der heiss begehrten, wenn auch nicht sehr ökologischen Flitzer.
Puch, Piaggio und Sachs am beliebtesten – Kanton St. Gallen mit meist verkauften Mofas
Ein Blick auf die Marken der im Jahr 2024 über Ricardo verkauften Mofas zeigt: Mit 3’586 verkauften Artikeln am beliebtesten ist die österreichische Marke Puch, gefolgt vom Italiener Piaggio (2’072 erfolgreiche Transaktionen), der deutschen Marke Sachs (1’670) und den Schweizer Fabrikaten von Pony (538). Im kantonalen Vergleich schwingt im Jahr 2024 der Kanton St. Gallen mit 2’170 erfolgreichen Verkäufen obenaus – das ist mit 826 Verkäufen im Jahr 2023 beinahe ein 3-faches Wachstum innerhalb eines Jahres. Mit 1’599 verkauften Mofa-Artikel im Jahr 2024 folgen schliesslich der Kanton Zürich und mit 1’330 erfolgreichen Verkäufen der Kanton Bern.
Datengrundlage:
Untersucht wurde die Kategorie “Mofas” auf Ricardo im Zeitraum von 2019 bis 2024 sowie 1.1.bis 30.06.2025
Medienkontakt

Mojca Fuks
Senior Corporate Communications Manager & Media Spokesperson

