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Secondhand-Trends 2021

Bei gebrauchten Gegenständen ticken die Befragten anders als bei Neuwaren. Sie bestätigen auch hier das Bild vom Vorjahr.

  • Die Umfrageergebnisse zeigen, dass auch 2021 am häufigsten im Bereich der Kategorien «Hobby- und Freizeitartikel» sowie «Möbel- und Einrichtungsgegenstände» gekauft oder ersteigert werden. Ein Drittel der Befragten kauft regelmässig oder gelegentlich Artikel dieser Kategorien.
  • Etwas mehr als jede vierte Person kauft oder ersteigert gelegentlich oder regelmässig gebrauchte Artikel der Kategorien «Elektroartikel und Telekommunikation», sowie «Bild- und Tonträger» – also beispielsweise DVDs, CDs oder Schallplatten.
  • Was nicht gut läuft, sind Schuhe. Gerade mal jede siebte Person gibt an, gelegentlich oder regelmässig gebrauchte Schuhe online zu erwerben. Für mehr als zwei Drittel der Befragten kommt das gar nicht in Frage, sie geben an, nie gebrauchte Schuhe zu kaufen.

Wer kauft Secondhand?

Insgesamt zeigen sich eher k(l)eine Unterschiede zwischen den sozialen Schichten hinsichtlich der funktionalen Einschätzung von Onlineshopping von Secondhand-Artikeln. Es gibt anhand der Studie keine Anzeichen dafür, dass sich einige Gruppen bedingt durch das kleine Budget fürs Online-Kaufen von gebrauchten Artikeln entscheiden würden.

  • Auch 2021 kaufen Menschen mit einem höheren Einkommen eher gelegentlich online Secondhand-Gegenstände ein.
  • Menschen mit einem geringen oder mit einem mittleren Einkommen hingegen kaufen regelmässig bis gelegentlich gebrauchte Gegenstände online ein. Die Umfragen von 2020 und 2021 zeigen hier keine Abweichungen.
    Menschen mit geringem Einkommen kaufen 2021 in der Schweiz vor allem folgende gebrauchte Waren ein: Das sind in erster Linie Handtaschen, Rucksäcke oder Koffer, Bild- und Tonträger, Elektronikartikel und Telekommunikation sowie Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.
  • Secondhand-Kleider kaufen ebenfalls vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Entscheidend ist auch die Anzahl Kinder im Haushalt: Als Faustregel gilt hier: Je mehr Kinder, desto eher wird Secondhand-Bekleidung online gekauft. In den übrigen Produktkategorien zeigen sich in Bezug auf die Zahl der Kinder keine Unterschiede in den jeweiligen Anteilswerten.
  • Menschen mit einem mittleren Einkommen kaufen hingegen eher Hobby- und Freizeitartikel ein.
  • Die überwiegende Mehrheit (77 Prozent) gibt an, pro Monat bis zu 50 Franken beim Online-Shopping auszugeben. Weitere 16 Prozent geben zwischen 50 und 100 Franken aus. Nur 7 Prozent geben über 100 Franken pro Monat fürs Einkaufen im Internet aus. Die Ausgaben haben sich im Vergleich zur Studie von 2020 nicht verändert.

Was wird mit Secondhand assoziiert?

  • Auffällig in der geografischen Verteilung ist: Befragte aus den Regionen Ostschweiz, Zürich und Lémanique geben häufiger an, regelmässig oder gelegentlich online Secondhand-Ware zu kaufen.
  • Online Secondhand einkaufen wird vor allem mit Freiheit, Freude und Neugierde assoziiert.
  • Am wenigsten wird online Secondhand einkaufen mit Perfektion und Kontrolle in Verbindung gebracht. Dafür am stärksten mit Freude und Spontanität.
  • Die befragten Personen bringen Online-Shopping von Secondhand-Artikeln am wenigsten stark mit «teuer» und «hygienisch» in Verbindung, dafür besonders stark mit «Kann ich mir leisten», «im Budget» und «Gutes Preis-Leistungsverhältnis».
  • Frauen assoziieren Secondhand eher mit «notwendig» im Vergleich zu Männern. Zudem assoziieren sie Secondhand auch eher mit «Vintage» als Männer, dafür weniger mit «hygienisch».
  • Im Mittelland und in der Region Lémanique wird Secondhand signifikant stärker mit «notwendig» in Verbindung gebracht. Die Ostschweiz hingegen assoziiert Secondhand signifikant schwächer mit «Lifestyle» und Zürich weniger mit «Einzigartigkeit».
  • Auffällig ist des weiteren, dass je höher der Bildungsabschluss ist, desto stärker sind die Assoziationen mit Deskriptoren wie «nachhaltig», «im Trend», «qualitativ hochwertig», und «Lifestyle».

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